Plattform für ein paar Unzufriedene

 

Unverständnis und zum Teil Verärgerung hat eine Umfrage auf dem Online-Nachrichtenportal der Brettener Woche, kraichgau-news, hervorgerufen. Rund 61 % der Teilnehmer an dieser Umfrage finden dabei den Preis von 8 € für ein Festbändel zu teuer und fast 38 % kommen schon gar nicht aufs Fest, weil sie die 8 € nicht zahlen wollen. Nur 28 % der Befragten finden das nicht zu teuer bzw. bringen zum Ausdruck, dass ihnen das Programmangebot diese Ausgabe wert ist.

Eigentlich erschreckende Ergebnisse. Aber Achtung! Was sich so dramatisch anhört, bedarf einer relativierenden Betrachtungsweise.

Beteiligt haben sich nämlich einiges weniger als 200 Personen. Bezogen auf die Anzahl der zahlenden Besucher, errechnet aus der Zahl der verkauften Festbändel, machen die Teilnehmer an der Umfrage nicht einmal 1,5 % aus. Zieht man davon jetzt noch die 28 % „Befürworter“ ab, bleiben bei den „Zu-teuer-Schreibern“ und „Festverweigerern“ gerade mal noch etwa 1 % übrig. Noch wesentlich weiter gegen 0 % rutscht diese Zahl, wenn man sie ins Verhältnis zu circa 120.000 Festbesuchern setzt.

Das ist für die Vereinigung Alt-Brettheim als Veranstalter nichts Neues. Es gibt leider jedes Jahr Menschen, die – egal, was es kostet – den Eintritt für zu teuer halten bzw. am liebsten gar nichts zahlen würden. Die gleichen Menschen finden aber nichts dabei, für einen Kinobesuch, einen Aufenthalt im Karlsruher Zoo, ein Konzert einer Schlagergröße oder gar einen Besuch in einem der großen Freizeitparks (um nur wenige Beispiele zu nennen) teilweise wesentlich mehr Geld auszugeben. Welchen Wert dieser Personenkreis der ehrenamtlichen Tätigkeit der Aktiven innerhalb der Vereinigung Alt-Brettheim zumisst, kann man sich angesichts solcher Umfrageergebnisse leicht vorstellen. Da wird vier Tage lang ein umfangreiches und bis auf Bundesebene anerkanntes Programm geboten, welches Jahr für Jahr viele tausende Festbesucher begeistert, und ein paar Unzufriedene wollen dies für möglichst wenig oder sogar „für umme“ konsumieren. Höchst bedauerlich, aber wir von Alt-Brettheim leben seit Jahren damit.

Zusätzlich unverständlich und ärgerlich ist allerdings, wenn durch die oben genannte Umfrage der Eindruck erweckt wird, einer „überwiegenden Mehrheit“ (Zitat aus dem Artikel in der Brettener Woche vom 05. Juli) sei der Preis zu teuer. Daran ändert auch der Hinweis der Redaktion, es handle sich um „eine nicht repräsentative Umfrage“ nicht viel. Durch die Beschränkung auf die Umfrageteilnehmer entsteht ein falsches Bild der Realität. Die „überwiegende Mehrheit“ der Festbesucher – so unsere Erfahrung – ist gerne bereit, die ehrenamtlich Tätigen mit ihrem attraktiven Vier-Tages- Angebot durch den Kauf eines Festbändels zu unterstützen. Wer dies nicht möchte, darf gerne fern bleiben.

 

Ihr/Euer Stadtvogt

Peter Dick

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