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Jahreshauptversammlung 2022

Die BNN - Michael Fritz (fz) -  schrieb am 7.5.2022

 

Gute Aussichten auf ein schönes Peter-und-Paul-Fest

Kassenlage der Vereinigung Alt-Brettheim ist zufriedenstellend

 

„Uns geht´s gut“, mit diesem beruhigenden Satz leitete Jürgen Bischoff, Schatzmeister der Vereinigung Alt Brettheim (VAB), seinen Kassenbericht zur Mitgliederversammlung ein. Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Festausfall war dies sicherlich keine Selbstverständlichkeit, hat die VAB durch Vogtei, Fundus und andere laufende Verpflichtungen jährlich hohe Fixkosten zu tragen. Die ausgebliebenen Einnahmen von zwei Peter-und-Paul-Festen konnten aber durch Coronahilfen teilweise ausgeglichen werden, so dass unterm Strich nur ein verkraftbares Defizit von rund 13.500 Euro zu verbuchen war. „Der Cashflow ist sogar positiv ausgefallen“, erläuterte Bischoff. Für das Jahr 2022 sieht der Finanzplan bei allen Unwägbarkeiten wieder einen leichten Überschuss vor. Auch die VAB habe mit steigenden Preisen und höheren Kosten in vielen Bereichen zu kämpfen. „Allein für die Sicherheit haben sich die Kosten von 15.000 auf 65.000 Euro mehr als vervierfacht.“ Kassenprüfer Holger Müller bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und empfahl die Entlastung des Schatzmeisters. Diese und gleich auch die Entlastung des gesamten Vorstandes beantragte Oberbürgermeister Martin Wolff, die von der Mitgliederversammlung einstimmig erfolgte. Ebenfalls einstimmig wurde Holger Müller im Amt des Kassenprüfers bestätigt. Zu Beginn der Sitzung berichtete der erste Vorsitzende der VAB, Thomas Lindemann, von einem Jahr, das auch ohne Fest „proppenvoll mit Peter-und-Paul“ und ungezählten Terminen war. Hervorzuheben waren der VAB-Ehrungsabend und die SocialMedia-Aktion „Kein-Fest 2021“ sowie die an alle Mitglieder verteilte Peter-und-Paul-Novelle „Engelsberg“ von Johannes Hucke. Die Mitwirkung am 360-Grad-Panorama für das Melanchthonhaus und das „CoronAde“-Fest im Burgwäldle waren weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen, Mehr nach innen wirkten die Neuorganisation des Archivs und grundlegende Änderungen im Bereich der Fundushalle. Und schließlich nahm die Planung des diesjährigen Festes viel Zeit in Anspruch, zumal es nicht nur wegen des Wegfalls der Sporgasse zu großen Veränderungen kommt. Als teilweise Kompensation für die Sporgasse wird der Festbereich in der Pforzheimer Straße verlängert und um die Alte Wilhemstraße und Teile der Georg-Wörner-Straße erweitert. Ein Vergnügungspark im bisherigen Umfang ist nicht mehr möglich, aber einen mittelalterlichen Kinderrummel wird es geben. Auf dem Kirchplatz entsteht eine neue „Chronik-Zone“ mit Spielszenen. Jürgen Bischoff erläuterte das neue Ticketsystem, das verstärkt auf Online-Vorverkauf setzt. Neben dem Festticket für alle Tage gibt es erstmals auch Tickets für einzelne Tage sowie Familientickets. Neu ist auch, dass am Montagabend im Programmbereich Eintritt erhoben wird. Das Kinderfest bleibt aber für alle kostenfrei. Und der Schwartenmagenumzug findet weiterhin statt, war eine weitere wichtige Botschaft. Zwei Anträge von Matthias Goll wurden von den Mitgliedern intensiv diskutiert. Zum einen ging es um die Durchführung einer Umfrage im Sinne des Vereins „Altstadtrettung Bretten“. Der andere Antrag ging in Richtung Gendern mit dem Ziel, die Funktionen von Stadtvogt und Vorsitz zu trennen, um sie von zwei verschiedenen Personen besetzen zu können. Beide Anträge wurden mit großer Mehrheit abgelehnt.

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